Die Geschichte Gottes mit proChrist

Manche Geschichten beginnen mit einem großen Plan. Diese begann mit einem Ablaufdatum.

In Kassel gründeten am 4. Oktober 1991 auf Bestreben zweier Bischöfe einige Christinnen und Christen aus Landeskirchen und Freikirchen den proChrist e.V. Sein einziger Auftrag: ProChrist ’93 vorbereiten, eine Evangelisationswoche mit Billy Graham in der Grugahalle Essen. Danach sollte der Verein wieder aufgelöst werden.

Es kam anders.

1993 · Die Welt schaut nach Essen 

Billy Graham bei ProChrist '93 in Essen.
Billy Graham bei ProChrist ’93 in Essen.

Vom 17. bis 21. März 1993 stand die Grugahalle im Mittelpunkt. Von dort ging das Programm per Satellit an rund 1.400 Orte in 55 Ländern, übersetzt in mehr als 40 Sprachen. Was heute nach Streaming klingt, war damals eine technische Sensation. Wichtiger war aber, was vor Ort passierte: Gemeinden hängten Leinwände auf, öffneten ihre Türen und luden Menschen aus der Nachbarschaft, von der Arbeit und aus dem Freundeskreis ein. Die Übertragung kam aus Essen, die Gastgeber waren überall. Das Echo war so groß, dass es weiterging.

1995 bis 2013 · Von Stadt zu Stadt 

Leipzig, Nürnberg, Bremen, Essen, München, Chemnitz, Stuttgart: Alle paar Jahre kam die Übertragung aus einer anderen Stadt, und jedes Mal machten Hunderte Gemeinden mit. Ulrich Parzany war viele Jahre der Hauptredner. 2013 lief das Programm aus der Porsche-Arena in Stuttgart in 19 Sprachen. Mit dem Livestream erreichte es rund 1,1 Millionen Menschen.

ProChrist 2013 aus der Porsche Arena in Stuttgart.
ProChrist 2013 aus der Porsche Arena in Stuttgart.

Der langjährige Verkündiger bei proChrist-Veranstaltungen, Ulrich Parzany, sagt: „proChrist steht für Veranstaltungsevangelisation. Es geht nicht um eine spezielle Kirche oder einen besonderen Frömmigkeitsstil. Es geht um den Gott der Bibel, der zu jedem kommt, der ihm die Tür öffnet. proChrist bringt nicht nur Gott ins Gespräch, sondern veranschaulicht in beeindruckender Weise, warum wir Menschen Gott so wertvoll sind. Viele tausend Menschen haben bisher bei proChrist-Veranstaltungen den Anstoß zu einer Lebenswende bekommen.“

Die kleinste Kirche der Welt

2005 und 2006 rollten rund 100 Smarts als „kleinste Kirche der Welt“ durch mehr als 70 Städte, immer sieben Fahrzeuge als Team. Sie brachten praktische Hilfe mit und kamen mit den Menschen über den Glauben ins Gespräch. Das Motto: „Einsteigen und ankommen.“

Smart-Flotte er kleinsten Kirche der Welt

Seit 1998 · Jugendliche im Blick

Neben den Abenden für Erwachsene entstand eine eigene Evangelisation für Jugendliche unter dem Namen JesusHouse. Los ging es im Januar 1998 im Forum in Nürnberg, übertragen an 439 Orte. 2000 kam das Programm aus dem Pavillon der Hoffnung auf der Expo in Hannover, 2004 aus dem Berliner Tränenpalast an 730 Orte in zehn Ländern und 2007 aus der Fischauktionshalle in Hamburg. 2011 folgte die Porsche-Arena in Stuttgart, erstmals auch live im Fernsehen und als Internetstream. 2017 luden Gemeinden an 275 Orten ein, mit Zentralorten in Wien und Schwäbisch Gmünd, und rund 85.000 Gäste kamen. Als 2020 alles auf Abstand ging, gingen die Fragen der Jugendlichen live ins Netz, und rund 490.000 Menschen sahen im Livestream zu. 2022 wurde JesusHouse umbenannt in truestory und fand seitdem 2023 und 2026 an vielen Orten mit Evangelisten oder als Livestream-Variante aus einem Studio statt.

Die O'Bros beim truestory Livestream 2023
Die O’Bros moderierten 2020 und 2023 den Livestream.

2015 · Viele Redner im ganzen Land

2015 gab es zum ersten Mal keine Zentralveranstaltung. Stattdessen luden über 300 Gemeinden und Gemeinschaften in 120 Städten ein: ins Café, ins Kino, in die Stadthalle. Mehr als 97.000 Gäste kamen.

2018 verband ein Programm aus Leipzig 700 Gemeinden und Kirchen in mehreren Ländern Europas und sogar in Namibia. 

2021 bis heute · Hoffnung mitten in der Stadt 

2021 wurde das hoffnungsfest aus der Eventkirche in Dortmund gesendet. Viele Gemeinden und Hauskreise versuchten unter Kontaktbeschränkungen Gäste dazu einzuladen.

2025 fand erstmals Hoffnungsfestival statt: ein Fest für die ganze Familie. In Karlsruhe, Villingen-Schwenningen und Magdeburg feierten mehr als 30.000 Gäste mit. Bei truestory 2026 luden mehr als 500 Gemeinden Jugendliche ein, getragen von rund 4.000 Ehrenamtlichen. 2027 geht es weiter, wieder mit Festen an vielen Orten.

Hoffnungsfestival 2025 auf dem Karlsruher Marktplatz
Hoffnungsfestival 2025 auf dem Karlsruher Marktplatz

Die Technik ändert sich. Die Formate ändern sich. Die Botschaft bleibt gleich.

Von der Satellitenschüssel zum Livestream, von der Grugahalle mitten in die Städte: Vieles hat sich verändert. Geblieben ist die Überzeugung, dass Menschen Jesus kennenlernen sollen und dass Gemeinden vor Ort die besten Gastgeber dafür sind. Sie kennen ihre Nachbarschaft, proChrist bringt Erfahrung, Material und Technik mit.

Aufgelöst wurde der Verein nie. Gott hatte andere Pläne und trägt proChrist auch in die Zukunft.

Wir sind zutiefst dankbar, dass Gott uns in 35 Jahren getragen hat. Darum blicken wir mit Zuversicht nach vorn: Wir haben eine neue Leitung und viele Ideen für die kommenden Jahre. Unser Auftrag ist derselbe geblieben: Menschen sollen Jesus kennenlernen.

Armin Beck – 1. Vorsitzender proChrist e.V.

Danke

An dieser Stelle danken wir vielen tausend Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, Spendern, Betern, Gemeinden und Partnerwerken. Sie haben sich gebrauchen lassen, um Gottes segensreiche Geschichte mit proChrist zu schreiben.

Und diese Geschichte geht weiter. Einmal im Monat versenden wir mit unserem „proChrist Herzstücke“ eine E-Mail, in der Sie erfahren, was uns bewegt und wichtig ist.

Beten Sie mit uns und erleben Sie Gottes Wirken!